Computerhaus Quickborn TEST

Die besten KI-Apps, um Zeit zu sparen

Autor(en): JR Raphael, Florian Maier

Abseits des Hypes gibt es sie tatsächlich: KI-Produktivitäts-Tools, die halten, was
sie versprechen.

Diese KI-basierten Productivity-App-Perlen helfen wirklich gegen Zeitdruck, Überstunden
und repetitive Tasks.
Foto: N Universe | shutterstock.com

Unter den Massen von KI-Tools und -Anwendungen, die aktuell als Mobile-, Desktop-
oder Web-App zur Wahl stehen, gibt es nicht wenige, die sich in erster Linie dadurch
auszeichnen, dass sie:

Output von fragwürdiger Genauigkeit liefern,

dubiose Texte erzeugen oder

Bilder generieren, die zum Klick auf den X-Button verleiten.

KI-Tools dieser Art sind vor allem darauf ausgerichtet, vom anhaltenden Generative-AI
(GenAI)-Hype zu profitieren – und trüben leider auch den Blick für die echten Anwendungsperlen im Bereich generative
KI. Wie etwa die folgenden sieben GenAI-Apps, die Ihre Produktivität im Arbeitsalltag
drastisch steigern und damit erhebliche Zeitgewinne realisieren können. Probieren Sie’s aus.

Die hier vorgestellten Tools im Überblick:

ChatPDF

Beautiful.ai

Dola

Fathom

Whisper Web

Summarize.tech

AudioPen

1. ChatPDF

Sie kennen solche Situationen: Jemand schickt Ihnen einen schlanken 300-Seiter im
.pdf-Format und bereits nach Seite Zwei stellt sich heraus, dass sich dieser in etwa
so faszinierend liest wie eine Steuererklärung. In Zukunft dürfen Sie sich bei solchen
und ähnlichen Gelegenheiten auf ChatPDF verlassen und dabei richtig Zeit einsparen.

Dieses rein webbasierte Tool – nicht zu verwechseln mit gleichnamigen Mobile Apps
– tut exakt das, was es verspricht: Sie befähigen, mit .pdf-Dateien zu chatten. Darüber hinaus können Sie über das Webportal auch Office-Dokumente im .doc- oder
.docx-Format hochladen, um anschließend dank KI-Unterstützung möglichst schnell und
einfach Informationen über den Inhalt zu erfragen. Dabei kann es sich konkret um einfache
Zusammenfassungen oder spezifische, inhaltsbezogene Fragen handeln. Sie können bei
Bedarf sogar mehrere Dokumente einspeisen und diese gemeinschaftlich abfragen. Die
Verantwortlichen von ChatPDF versprechen dabei, sämtliche Daten sicher zu speichern,
auf Anfrage zu löschen und keinesfalls an Dritte weiterzugeben. Dennoch sollten sensible
unternehmensbezogene Dokumente eher nicht diesen Weg nehmen.

ChatPDF verarbeitet davon abgesehen Dokumente in (fast) jeder Sprache – und unterstützt
diese auch mit Blick auf die KI-Chat-Funktion. Zwei Dokumente dürfen Sie täglich kostenlos
über den Service hochladen und abfragen – wobei die Dateien maximal 120 Seiten lang
oder 10 MB groß sein dürfen. Die GenAI-Webanwendung dürfte also in ihrer kostenlosen Variante bereits für die meisten Gelegenheits-User
ausreichend sein. Sollten Sie Bedarf haben, der darüber hinausgeht, steht Ihnen die
Bezahlversion ChatPDF Plus ab rund 20 Euro pro Monat (oder 140 Euro pro Jahr) zur
Verfügung.

2. Beautiful.ai

Präsentationen (richtig) zu erstellen, kann zum Pain geraten. Es sei denn, Sie lassen Generative
AI den wesentlichen Teil des Gestaltungsprozesses übernehmen. Das funktioniert mit
der KI-basierten Präsentationssoftware Beautiful.ai. Das (möglicherweise) größte Defizit
dieses ebenfalls webbasierten KI-Tools ist, dass es zwar auch deutschsprachige Prompts
verarbeitet, zur Zeit aber nur englischsprachige Präsentationen erstellt. Das tut
es dafür aber richtig gut, wie bereits die Mini-Demo auf der offiziellen Webseite
zeigt. Die KI-App unterstützt Sie nicht nur beim Design der einzelnen Folien, sondern
auch bei der Formatierung von Inhalten und dabei, Brand Guidelines einzuhalten – sowie
bei allen anderen Aspekten, die wichtig sind, damit Ihre Präsentation einen möglichst
professionellen Eindruck hinterlässt.

Dieses Slide-Set hat Beautiful.ai in wenigen Sekunden zum Thema Arbeit der Zukunft
erstellt.
Foto: JR Raphael | IDG

Die generativen KI-Funktionen des Web-Services umfassen auch eine Funktion, um Inhalte
zu generieren. Sie können die KI beispielsweise damit beauftragen, eine ganz bestimmte
Art von Präsentation zu einem bestimmten Thema zu erstellen. Dazu zieht die Anwendung
öffentlich verfügbare Daten heran. Das Ergebnis bedarf zwar sehr wahrscheinlich einer gründlichen Überprüfung, Überarbeitung
und Re-Formulierungskur. Dennoch kann es Ihnen eine nützliche erste Grundlage liefern,
auf der sich aufbauen und damit potenziell eine Menge Zeit sparen lässt. Beautiful.ai
lässt sich mit PowerPoint, Slack, Webex und Dropbox integrieren.

Leider gibt’s den KI-Präsentations-Zauber nicht umsonst. Ein Abonnement für Beautiful.ai kostet für Einzelpersonen 12 Dollar pro Monat. Im
Team mit der GenAI-App zu arbeiten, schlägt mit mindestens 40 Dollar pro Nutzer und
Monat zu Buche. Einen individuellen Enterprise-Preisplan gibt’s auf Anfrage.

3. Dola

Allen technologiegetriebenen Productivity-Fortschritten zum Trotz bleibt ein Task
lästig: mit einem Kalender zu interagieren. Dieser Aufgabe verschreibt sich der KI-Kalenderassistent
Dola. Dabei handelt es sich um eine Chatbot-Lösung, die sich in die Messaging-Plattformen WhatsApp, Telegram, Line sowie iMessage einbinden
lässt und sich anschließend zum Beispiel mit den Kalender-Apps von Google und Apple
verbindet. Da dieses KI-Tool das Netzwerkprotokoll CalDAV nutzt, um auf die Kalenderdaten
zuzugreifen, müssen Sie im Fall von Outlook leider den Umweg über ein Drittanbieter-Plugin nehmen.

Ist die Integration erledigt, steht Dola über integrierte Schaltflächen in den Messaging-Apps
zur Verfügung, um Termine zu erstellen, zu verschieben – oder direkt Fragen zu freien
Terminslots zu stellen. Darüber hinaus kann Dola auch genutzt werden, um Termine mit
Infos anzureichern – beispielsweise Vorschläge für beliebte Restaurants in einer bestimmten
Gegend oder auch Ideen für den neuen Firmenslogan, der beim Meeting gefunden werden
soll.

So sieht die Integration von Dola mit WhatsApp aus.
Foto: JR Raphael | IDG

Das Beste an Dola: Der Service ist in so gut wie allen Sprachen verfügbar und – zumindest
bis auf Weiteres – komplett kostenlos nutzbar. Wohl aber nicht für immer, denn laut
den Verantwortlichen steht für die Zukunft eine Premium-Version der GenAI-App auf
dem Plan.

4. Fathom

Dass virtuelle Meetings richtig schlimm werden können, wissen wir wohl alle. Und auch wenn selbst Generative AI Sie (noch) nicht davor
bewahren kann, an digitalen Foltersessions teilzunehmen: Es gibt eine KI-App, die
das erträglicher macht – Fathom.

Bei dieser Anwendung handelt es sich um einen KI-Assistenten für Videokonferenzen
in Form klassischer Software für Windows- oder Mac-Systeme, die wahlweise mit Zoom,
Microsoft Teams oder Google Meet integriert wird. Nach der Installation läuft Fathom
unauffällig im Hintergrund und transkribiert (über eine Kalender-Integration) entweder
automatisch oder auf Knopfdruck sämtliche Videoanrufe. Notizen machen gehört damit
in beiden Fällen der Vergangenheit an. Die Zusammenfassungen oder Informationen stehen
direkt zur Verfügung und lassen sich gezielt durchsuchen, weiterverarbeiten oder auch
in anderen Produktivitäts- und Collaboration-Tools wie Slack nutzen.

Sämtliche Daten werden dabei laut Fathom während der Übertragung und im Ruhezustand
verschlüsselt. Außerdem versprechen die Verantwortlichen ausdrücklich, keine KI-Modelle
auf Kundendaten zu trainieren. Sämtliche Details zu Security- und Compliance-Themen
sind – vorbildlicherweise – über ein dediziertes Trust Center abrufbar.

Fathom realisiert ein umfassendes und sehr fokussiertes Personal-AI-Assistant-Erlebnis.
Foto: JR Raphael | IDG

Die KI-Software unterstützt diverse verschiedene Sprachen, darunter Englisch, Französisch,
Spanisch, Italienisch und Deutsch. Noch dazu ist Fathom komplett kostenlos nutzbar
– ohne Einschränkungen hinsichtlich der Anzahl oder Länge der aufgezeichneten Videokonferenzen.
Erst fortschrittlichere KI-Funktionen lässt sich das Team hinter der GenAI-Anwendung
bezahlen.

Die Fathom Team Edition bietet weitergehende, fortschrittliche KI-Funktionen – beispielsweise automatisierte
Keyword Alerts, Highlight-Zusammenstellungen oder Team-Management-Funktionen. Die
kostenpflichtige Variante ermöglicht darüber hinaus die Integration in Enterprise-Systeme
wie HubSpot, Salesforce oder Zapier. Die Preise beginnen bei 19 Dollar pro Monat und
User. Eine 14-tägige Testversion steht kostenlos zur Verfügung.

5. Whisper Web

Falls Sie bereits Audiodateien besitzen, die beispielsweise im Rahmen von Meetings
oder Telefongesprächen entstanden sind und jetzt in Text umgewandelt werden sollen,
ist Whisper Web die richtige Adresse – zumindest, wenn es sich um englischsprachige
Audioaufnahmen handelt.

Diese quelloffene Webanwendung basiert auf der Entwicklungsarbeit von OpenAI und bietet Echzeit-Transkriptionen direkt im Browser. Das Large Language Model, das dazu zum Einsatz kommt, wird über die App heruntergeladen und lokal ausgeführt
– die Daten, die Sie der KI übermitteln, verlassen also das Device nicht.

Whisper Web kann Audioinhalte entweder direkt über Ihr Mikrofon erfassen oder aus
entsprechenden Audiodateien extrahieren. Laut den Entwicklern ist die KI-App auf mehrsprachige
Daten trainiert und unterstützt auch die Transkription anderer Sprachen (zu Englisch).
Der Test mit einem deutschsprachigen Audio-File brachte allerdings nicht mehr als
undefiniertes Kauderwelsch hervor. Dafür ist das Tool Open Source und komplett kostenlos
nutzbar – Sie benötigen dazu auch kein dediziertes Konto.

6. Summarize.tech

Wenn Youtube-Videos ab und an auf Ihrer To-Do-Liste stehen, Sie aber selten Zeit und
noch seltener die nötige Geduld haben, sich komplette Keynotes, TED-Vorträge oder
Präsentationen zu Gemüte zu führen, gibt es auch dafür die richtige KI-App. Nämlich
die Webanwendung Summarize.tech. Auch bei diesem Tool gilt: Sie sollten des Englischen
mächtig sein. Zwar versteht die Webanwendung relativ gut Deutsch – Output generiert
sie allerdings nur auf Englisch.

Insofern das kein Hindernis darstellt, dürfen Sie die GenAI-Anwendung mit nahezu jedem
beliebigen Youtube-Video füttern. Nahezu deshalb, weil die Videos zwingend mit Untertiteln
ausgestattet sein müssen, anderenfalls streikt die KI. Sind die Voraussetzungen erfüllt,
liefert Summarize.tech in Sekunden eine größtenteils akkurate Abschrift des Videos.

Dieser Dienst finanziert sich über Amazon-Affiliate-Links und ist insofern kostenlos
nutzbar – allerdings nicht unbegrenzt. Potenzielle Kunden mit Power-User-Ambitionen
können ab 10 Dollar pro Monat bis zu 200 Videos transkribieren.

7. AudioPen

Wenn Sie nicht ohne Ihr Notizbuch (oder eine entsprechende App) auskommen, könnte das KI-Tool AudioPen sich zu Ihrer neuen Lieblings-App mausern.
Die Software erfasst auf Knopfdruck Sprachnotizen jeglicher Art und Sprache und erstellt
daraus im Handumdrehen eine schriftliche Zusammenfassung. Und zwar in “schön”: Füllwörter
oder Wiederholungen werden automatisiert eliminiert.

Jede Aufnahme wandert direkt in das digitale Notizbuch und lässt sich anschließend
durchsuchen, teilen oder auch in eine andere Sprache übersetzen. Auch bei AudioPen
handelt es sich um eine vollständig webbasierte Applikation, die sich übrigens optional auch in Form einer Progressive Web App installieren lässt.

AudioPen verwandelt selbst die wiederholungsintensivsten Selbstgespräche in prägnante
Notizen.
Foto: JR Raphael | IDG

Das KI-Tool für Sprachnotizen ist kostenlos nutzbar, solange Sie sich auf Aufnahmen
mit bis zu drei Minuten Länge und maximal zehn Notizen beschränken können. Für Ansprüche,
die darüber hinausgehen, steht ein optionaler Premium-Preisplan zur Verfügung, der
mindestens 99 Dollar pro Jahr kostet – dafür aber uneingeschränkt nutzbar ist und
eine Reihe zusätzlicher Funktionen bietet.

Dieser Beitrag basiert auf einem Artikel unserer US-Schwesterpublikation Computerworld.

 Autor(en): JR Raphael, Florian MaierAbseits des Hypes gibt es sie tatsächlich: KI-Produktivitäts-Tools, die halten, was
sie versprechen.
Diese KI-basierten Productivity-App-Perlen helfen wirklich gegen Zeitdruck, Überstunden
und repetitive Tasks.
Foto: N Universe | shutterstock.com

Unter den Massen von KI-Tools und -Anwendungen, die aktuell als Mobile-, Desktop-
oder Web-App zur Wahl stehen, gibt es nicht wenige, die sich in erster Linie dadurch
auszeichnen, dass sie:

Output von fragwürdiger Genauigkeit liefern,

dubiose Texte erzeugen oder

Bilder generieren, die zum Klick auf den X-Button verleiten.

KI-Tools dieser Art sind vor allem darauf ausgerichtet, vom anhaltenden Generative-AI
(GenAI)-Hype zu profitieren – und trüben leider auch den Blick für die echten Anwendungsperlen im Bereich generative
KI. Wie etwa die folgenden sieben GenAI-Apps, die Ihre Produktivität im Arbeitsalltag
drastisch steigern und damit erhebliche Zeitgewinne realisieren können. Probieren Sie’s aus.
Die hier vorgestellten Tools im Überblick:

ChatPDF

Beautiful.ai

Dola

Fathom

Whisper Web

Summarize.tech

AudioPen

1. ChatPDF
Sie kennen solche Situationen: Jemand schickt Ihnen einen schlanken 300-Seiter im
.pdf-Format und bereits nach Seite Zwei stellt sich heraus, dass sich dieser in etwa
so faszinierend liest wie eine Steuererklärung. In Zukunft dürfen Sie sich bei solchen
und ähnlichen Gelegenheiten auf ChatPDF verlassen und dabei richtig Zeit einsparen.

Dieses rein webbasierte Tool – nicht zu verwechseln mit gleichnamigen Mobile Apps
– tut exakt das, was es verspricht: Sie befähigen, mit .pdf-Dateien zu chatten. Darüber hinaus können Sie über das Webportal auch Office-Dokumente im .doc- oder
.docx-Format hochladen, um anschließend dank KI-Unterstützung möglichst schnell und
einfach Informationen über den Inhalt zu erfragen. Dabei kann es sich konkret um einfache
Zusammenfassungen oder spezifische, inhaltsbezogene Fragen handeln. Sie können bei
Bedarf sogar mehrere Dokumente einspeisen und diese gemeinschaftlich abfragen. Die
Verantwortlichen von ChatPDF versprechen dabei, sämtliche Daten sicher zu speichern,
auf Anfrage zu löschen und keinesfalls an Dritte weiterzugeben. Dennoch sollten sensible
unternehmensbezogene Dokumente eher nicht diesen Weg nehmen.
ChatPDF verarbeitet davon abgesehen Dokumente in (fast) jeder Sprache – und unterstützt
diese auch mit Blick auf die KI-Chat-Funktion. Zwei Dokumente dürfen Sie täglich kostenlos
über den Service hochladen und abfragen – wobei die Dateien maximal 120 Seiten lang
oder 10 MB groß sein dürfen. Die GenAI-Webanwendung dürfte also in ihrer kostenlosen Variante bereits für die meisten Gelegenheits-User
ausreichend sein. Sollten Sie Bedarf haben, der darüber hinausgeht, steht Ihnen die
Bezahlversion ChatPDF Plus ab rund 20 Euro pro Monat (oder 140 Euro pro Jahr) zur
Verfügung.
2. Beautiful.ai
Präsentationen (richtig) zu erstellen, kann zum Pain geraten. Es sei denn, Sie lassen Generative
AI den wesentlichen Teil des Gestaltungsprozesses übernehmen. Das funktioniert mit
der KI-basierten Präsentationssoftware Beautiful.ai. Das (möglicherweise) größte Defizit
dieses ebenfalls webbasierten KI-Tools ist, dass es zwar auch deutschsprachige Prompts
verarbeitet, zur Zeit aber nur englischsprachige Präsentationen erstellt. Das tut
es dafür aber richtig gut, wie bereits die Mini-Demo auf der offiziellen Webseite
zeigt. Die KI-App unterstützt Sie nicht nur beim Design der einzelnen Folien, sondern
auch bei der Formatierung von Inhalten und dabei, Brand Guidelines einzuhalten – sowie
bei allen anderen Aspekten, die wichtig sind, damit Ihre Präsentation einen möglichst
professionellen Eindruck hinterlässt.

Dieses Slide-Set hat Beautiful.ai in wenigen Sekunden zum Thema Arbeit der Zukunft
erstellt.
Foto: JR Raphael | IDG

Die generativen KI-Funktionen des Web-Services umfassen auch eine Funktion, um Inhalte
zu generieren. Sie können die KI beispielsweise damit beauftragen, eine ganz bestimmte
Art von Präsentation zu einem bestimmten Thema zu erstellen. Dazu zieht die Anwendung
öffentlich verfügbare Daten heran. Das Ergebnis bedarf zwar sehr wahrscheinlich einer gründlichen Überprüfung, Überarbeitung
und Re-Formulierungskur. Dennoch kann es Ihnen eine nützliche erste Grundlage liefern,
auf der sich aufbauen und damit potenziell eine Menge Zeit sparen lässt. Beautiful.ai
lässt sich mit PowerPoint, Slack, Webex und Dropbox integrieren.
Leider gibt’s den KI-Präsentations-Zauber nicht umsonst. Ein Abonnement für Beautiful.ai kostet für Einzelpersonen 12 Dollar pro Monat. Im
Team mit der GenAI-App zu arbeiten, schlägt mit mindestens 40 Dollar pro Nutzer und
Monat zu Buche. Einen individuellen Enterprise-Preisplan gibt’s auf Anfrage.
3. Dola
Allen technologiegetriebenen Productivity-Fortschritten zum Trotz bleibt ein Task
lästig: mit einem Kalender zu interagieren. Dieser Aufgabe verschreibt sich der KI-Kalenderassistent
Dola. Dabei handelt es sich um eine Chatbot-Lösung, die sich in die Messaging-Plattformen WhatsApp, Telegram, Line sowie iMessage einbinden
lässt und sich anschließend zum Beispiel mit den Kalender-Apps von Google und Apple
verbindet. Da dieses KI-Tool das Netzwerkprotokoll CalDAV nutzt, um auf die Kalenderdaten
zuzugreifen, müssen Sie im Fall von Outlook leider den Umweg über ein Drittanbieter-Plugin nehmen.
Ist die Integration erledigt, steht Dola über integrierte Schaltflächen in den Messaging-Apps
zur Verfügung, um Termine zu erstellen, zu verschieben – oder direkt Fragen zu freien
Terminslots zu stellen. Darüber hinaus kann Dola auch genutzt werden, um Termine mit
Infos anzureichern – beispielsweise Vorschläge für beliebte Restaurants in einer bestimmten
Gegend oder auch Ideen für den neuen Firmenslogan, der beim Meeting gefunden werden
soll.

So sieht die Integration von Dola mit WhatsApp aus.
Foto: JR Raphael | IDG

Das Beste an Dola: Der Service ist in so gut wie allen Sprachen verfügbar und – zumindest
bis auf Weiteres – komplett kostenlos nutzbar. Wohl aber nicht für immer, denn laut
den Verantwortlichen steht für die Zukunft eine Premium-Version der GenAI-App auf
dem Plan.
4. Fathom
Dass virtuelle Meetings richtig schlimm werden können, wissen wir wohl alle. Und auch wenn selbst Generative AI Sie (noch) nicht davor
bewahren kann, an digitalen Foltersessions teilzunehmen: Es gibt eine KI-App, die
das erträglicher macht – Fathom.
Bei dieser Anwendung handelt es sich um einen KI-Assistenten für Videokonferenzen
in Form klassischer Software für Windows- oder Mac-Systeme, die wahlweise mit Zoom,
Microsoft Teams oder Google Meet integriert wird. Nach der Installation läuft Fathom
unauffällig im Hintergrund und transkribiert (über eine Kalender-Integration) entweder
automatisch oder auf Knopfdruck sämtliche Videoanrufe. Notizen machen gehört damit
in beiden Fällen der Vergangenheit an. Die Zusammenfassungen oder Informationen stehen
direkt zur Verfügung und lassen sich gezielt durchsuchen, weiterverarbeiten oder auch
in anderen Produktivitäts- und Collaboration-Tools wie Slack nutzen.
Sämtliche Daten werden dabei laut Fathom während der Übertragung und im Ruhezustand
verschlüsselt. Außerdem versprechen die Verantwortlichen ausdrücklich, keine KI-Modelle
auf Kundendaten zu trainieren. Sämtliche Details zu Security- und Compliance-Themen
sind – vorbildlicherweise – über ein dediziertes Trust Center abrufbar.

Fathom realisiert ein umfassendes und sehr fokussiertes Personal-AI-Assistant-Erlebnis.
Foto: JR Raphael | IDG

Die KI-Software unterstützt diverse verschiedene Sprachen, darunter Englisch, Französisch,
Spanisch, Italienisch und Deutsch. Noch dazu ist Fathom komplett kostenlos nutzbar
– ohne Einschränkungen hinsichtlich der Anzahl oder Länge der aufgezeichneten Videokonferenzen.
Erst fortschrittlichere KI-Funktionen lässt sich das Team hinter der GenAI-Anwendung
bezahlen.
Die Fathom Team Edition bietet weitergehende, fortschrittliche KI-Funktionen – beispielsweise automatisierte
Keyword Alerts, Highlight-Zusammenstellungen oder Team-Management-Funktionen. Die
kostenpflichtige Variante ermöglicht darüber hinaus die Integration in Enterprise-Systeme
wie HubSpot, Salesforce oder Zapier. Die Preise beginnen bei 19 Dollar pro Monat und
User. Eine 14-tägige Testversion steht kostenlos zur Verfügung.
5. Whisper Web
Falls Sie bereits Audiodateien besitzen, die beispielsweise im Rahmen von Meetings
oder Telefongesprächen entstanden sind und jetzt in Text umgewandelt werden sollen,
ist Whisper Web die richtige Adresse – zumindest, wenn es sich um englischsprachige
Audioaufnahmen handelt.
Diese quelloffene Webanwendung basiert auf der Entwicklungsarbeit von OpenAI und bietet Echzeit-Transkriptionen direkt im Browser. Das Large Language Model, das dazu zum Einsatz kommt, wird über die App heruntergeladen und lokal ausgeführt
– die Daten, die Sie der KI übermitteln, verlassen also das Device nicht.
Whisper Web kann Audioinhalte entweder direkt über Ihr Mikrofon erfassen oder aus
entsprechenden Audiodateien extrahieren. Laut den Entwicklern ist die KI-App auf mehrsprachige
Daten trainiert und unterstützt auch die Transkription anderer Sprachen (zu Englisch).
Der Test mit einem deutschsprachigen Audio-File brachte allerdings nicht mehr als
undefiniertes Kauderwelsch hervor. Dafür ist das Tool Open Source und komplett kostenlos
nutzbar – Sie benötigen dazu auch kein dediziertes Konto.
6. Summarize.tech
Wenn Youtube-Videos ab und an auf Ihrer To-Do-Liste stehen, Sie aber selten Zeit und
noch seltener die nötige Geduld haben, sich komplette Keynotes, TED-Vorträge oder
Präsentationen zu Gemüte zu führen, gibt es auch dafür die richtige KI-App. Nämlich
die Webanwendung Summarize.tech. Auch bei diesem Tool gilt: Sie sollten des Englischen
mächtig sein. Zwar versteht die Webanwendung relativ gut Deutsch – Output generiert
sie allerdings nur auf Englisch.
Insofern das kein Hindernis darstellt, dürfen Sie die GenAI-Anwendung mit nahezu jedem
beliebigen Youtube-Video füttern. Nahezu deshalb, weil die Videos zwingend mit Untertiteln
ausgestattet sein müssen, anderenfalls streikt die KI. Sind die Voraussetzungen erfüllt,
liefert Summarize.tech in Sekunden eine größtenteils akkurate Abschrift des Videos.
Dieser Dienst finanziert sich über Amazon-Affiliate-Links und ist insofern kostenlos
nutzbar – allerdings nicht unbegrenzt. Potenzielle Kunden mit Power-User-Ambitionen
können ab 10 Dollar pro Monat bis zu 200 Videos transkribieren.
7. AudioPen
Wenn Sie nicht ohne Ihr Notizbuch (oder eine entsprechende App) auskommen, könnte das KI-Tool AudioPen sich zu Ihrer neuen Lieblings-App mausern.
Die Software erfasst auf Knopfdruck Sprachnotizen jeglicher Art und Sprache und erstellt
daraus im Handumdrehen eine schriftliche Zusammenfassung. Und zwar in “schön”: Füllwörter
oder Wiederholungen werden automatisiert eliminiert.
Jede Aufnahme wandert direkt in das digitale Notizbuch und lässt sich anschließend
durchsuchen, teilen oder auch in eine andere Sprache übersetzen. Auch bei AudioPen
handelt es sich um eine vollständig webbasierte Applikation, die sich übrigens optional auch in Form einer Progressive Web App installieren lässt.

AudioPen verwandelt selbst die wiederholungsintensivsten Selbstgespräche in prägnante
Notizen.
Foto: JR Raphael | IDG

Das KI-Tool für Sprachnotizen ist kostenlos nutzbar, solange Sie sich auf Aufnahmen
mit bis zu drei Minuten Länge und maximal zehn Notizen beschränken können. Für Ansprüche,
die darüber hinausgehen, steht ein optionaler Premium-Preisplan zur Verfügung, der
mindestens 99 Dollar pro Jahr kostet – dafür aber uneingeschränkt nutzbar ist und
eine Reihe zusätzlicher Funktionen bietet.
Dieser Beitrag basiert auf einem Artikel unserer US-Schwesterpublikation Computerworld. 

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