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Google Chrome: Neun Tricks – so machen Sie Ihrem Browser Beine

Autor(en): JR Raphael

Oft sind es ein paar einfache Einstellungen, mit denen sich der beliebte Browser Google
Chrome schneller und sicherer nutzen lässt. Wir haben neun Tipps für Sie!

Mit zunehmender Menge an Browser Extensions zwingen Anwender ihren Browser Google
Chrome in die Knie. Wir erklären, wie sich Performance und Sicherheit gewährleisten
lassen.
Foto: viewimage – shutterstock.com

Google Chrome war einst für seinen schlanken, durchdachten Aufbau und für hohe Surfgeschwindigkeiten
berühmt. Die Funktionalität war auf das Wesentliche konzentriert, das Surfen im Internet
erschien angenehm und sicher. Die Medien feierten den Browser als minimalistisch,
mit schnellen Ladezeiten und einer ansprechenden Benutzeroberfläche.

Mehr als zwölf Jahren nach dem Debüt ist der Ruf nicht mehr ganz so gut. Manche bezeichnen
Chrome schon als aufgebläht und dank der vielen Software von Drittanbietern, die sich
mit dem Browser verknüpfen lassen, auch als nicht mehr so sicher. Unbestritten ist
Chrome aber immer noch der De-facto-Standard für modernes Web-Browsing. Laut den jüngsten
Daten des Analyseanbieters Net Applications hält er satte 74 Prozent des weltweiten
Marktes.

Chrome hat ja auch immer noch Einiges zu bieten, nicht zuletzt die tiefe Integration
mit dem restlichen Google-Ökosystem, von der vor allem Nutzer der Office-Suite Google
Workspace profitieren.

Im Folgenden nennen wir Ihnen neun Maßnahmen, mit denen Sie Ihren Browser schneller
und sicherer machen können. Unsere Tipps beziehen sich, sofern nicht anders angegeben,
auf den Chrome-Desktop-Browser und funktionieren unabhängig vom darunterliegenden
Betriebssystem.

Bereinigen und prüfen Sie Ihre Browser-Erweiterungen

Verbessern Sie Ihre Tab-Verwaltungsfähigkeiten

Blockieren von Skripten nutzen

Preloading macht vieles schneller

Wechseln Sie zu einem besseren DNS-Provider

HTTPS ist Pflicht

Aktualisieren Sie das integrierte Sicherheitssystem von Chrome

Bereinigen Sie Ihren Computer

Gönnen Sie sich einen Neuanfang

1. Bereinigen und prüfen Sie Ihre Browser-Erweiterungen

Chrome ist mittlerweile im Grunde eine eigene Plattform, und die angebotenen Apps
und Erweiterungen können in vielerlei Hinsicht wahre Wunder bewirken. Aber jedes einzelne
Add-on benötigt eine bestimmte Menge an Rechenressourcen für den Betrieb. Je mehr
Extensions also installiert sind, desto eher kann Chrome sich verzetteln und träge
werden.

Deshalb sollten Sie sich regelmäßig die Liste der installierten Anwendungen und Erweiterungen
ansehen und alle nicht benötigten Elemente löschen. Geben Sie dazu “chrome:extensions”
in die Adressleiste Ihres Browsers ein und überprüfen Sie die angezeigten Erweiterungen.
Wenn Ihnen etwas fremd vorkommt oder Sie es nicht mehr benötigen, klicken Sie auf
den Button “Entfernen”. Je mehr Sie loswerden können, desto schneller wird Ihr Browser.

Unter den Erweiterungen, auf die Sie keinesfalls verzichten möchten, sollten Sie sich
genau ansehen, welche Art von Zugriff diese Apps auf Ihre Webbrowserdaten beanspruchen
– und ob diese Anwendungen wirklich all Ihre Aktivitäten mitbekommen müssen. Klicken
Sie auf den Button “Details” und suchen Sie die Zeile “Websitezugriff”. Sie wird nur
angezeigt, wenn das betreffende Progrämmchen auf Ihre Browser-Daten zugreift.

Dort finden Sie dann ein kleines Drop-down-Menü mit den Möglichkeiten “Bei Klick”,
“Auf bestimmten Websites” und “Auf allen Websites”. Ist die Einstellung “Auf allen
Websites” aktiviert, kann die Browser-Erweiterung die ganze Zeit über sehen, was in
Ihrem Browser gespeichert ist und dies sogar ändern – ohne Einschränkungen. Meistens
brauchen Anwender das nicht. Stellen Sie die Einstellung auf eine der beiden anderen
Optionen, je nachdem, welche Ihnen am sinnvollsten erscheint.

Wenn Sie “Auf bestimmten Websites” wählen, müssen Sie im Detail angeben, auf welche
Seiten die Erweiterung zugreifen darf. Handelt es sich um eine Extension, die beispielweise
das Gmail-User-Interface verändert, wird man diese Erweiterung beispielsweise wohl
nur dann nutzen wollen, wenn mail.google.com aufgerufen wird.

Im Browser Google Chrome sollte die Extensions-Einstellung “Auf allen Websites” nicht
aktiviert sein.

Manchmal funktionieren Erweiterungen nach einer solchen Änderung nicht mehr richtig,
dann kann man die Einstellung zurücknehmen. In jedem Fall lohnt es sich, einen Versuch
zu unternehmen. Im Übrigen sollten sie sich ohnehin überlegen, ob sie eine Extension,
die mit limitiertem Zugriff nur noch schlecht oder gar nicht mehr läuft, wirklich
verwenden wollen.

2. Verbessern Sie Ihre Tab-Verwaltungsfähigkeiten

Vielleicht gehören Sie auch zu den Anwendern, die sehr viele Tabs parallel geöffnet
haben. Diese Angewohnheit bremst Ihren Browser aus. Die offensichtliche Lösung besteht
darin, nur die Tabs offen zu lassen, die Sie wirklich brauchen. Wenn Sie aber unbedingt
mehr als eine Handvoll Tabs gleichzeitig geöffnet haben wollen, sollten Sie über eine
Extension nachdenken, die Ihre Tabs intelligent verwaltet und verhindert, dass Ihr
Browser langsamer wird.

Wir können ein Tool namens Workona empfehlen. Sie können damit benutzerdefinierte Arbeitsbereiche erstellen, um Ihre
Tabs zu organisieren und diejenigen zu deaktivieren, die nicht aktiv benötigt werden.
Zudem lassen sich Tabs sehr einfach finden und laden, wenn Sie gebraucht werden. Das
Tool bietet ein brauchbares System für die Tab-Organisation. Wer nur bis zu fünf Arbeitsbereiche
damit organisieren muss, kann es kostenlos nutzen.

3. Blockieren von Skripten nutzen

Sie kennen das: Webseiten, die viele Skripte etwa für Tracking, das Laden von Werbung
oder das Abspielen von Videos etc. nutzen, verlangsamen Webaufrufe signifikant. (Ja,
wir wissen, dass wir selbst nicht frei von Schuld sind – und streuen Asche auf unser
Haupt, Anm. d. Red.). Eine Browser-Erweiterung zum Blockieren von Skripten wie uBlock Origin verhindert deren Ausführung und sorgt dafür, dass das Surfen im Internet schneller
wird. Sie können in der Browser-Erweiterung auch manuell eine Whitelist erstellen,
um etwa zu verhindern, dass legitime Skripte, wie etwa das des von ihnen bevorzugten
Videoplayers, blockiert werden.

4. Preloading macht vieles schneller

Zu lange warten zu müssen, bis eine Website vollständig geladen ist, treibt manchen
Internet-User in den Wahnsinn. Chrome verfügt über eine Funktion, die Ihnen einigen
Ärger ersparen kann, indem der Browser Seiten, die der Nutzer wahrscheinlich öffnen
wird, selektiv vorlädt. Google analysiert jeden Link auf einer von Ihnen besuchten
Website und lädt Seiten, auf die Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit klicken werden.

Diese Funktion ist sowohl im Desktop-Browser als auch in der Chrome-App für Android
und iOS verfügbar. Gehen Sie auf chrome:settings, klicken Sie im Menü auf der linken
Seite des Bildschirms die Option “Sicherheit und Datenschutz” und dann auf “Cookies
und andere Websitedaten”. Dann “Seiten vorab laden, um das Surfen und die Suche zu
beschleunigen” aktivieren. Entsprechende Funktionen finden Sie auch in den Einstellungen
der Android- und iOS-Chrome-App.

Noch einen Schritt weiter können Sie mit der Extension FasterWeb gehen. Sobald ein Anwender die Maus mindestens 65 Millisekunden auf einem Link positioniert,
geht die Browser-Erweiterung von einer hohen Klick-Wahrscheinlichkeit aus und startet
schon Mal den Preloading-Vorgang. Die Seite wird also im Hintergrund geladen, während
Sie noch über Ihren Klick nachdenken.

5. Wechseln Sie zu einem besseren DNS-Provider

Jedes Mal, wenn ein Anwender eine URL eingibt, muss der Browser diese Webadresse auf
einem DNS-Server (DNS = Domain Name System) finden, die IP-Adresse identifizieren,
unter der sich die gesuchte Website befindet, und den User dann an den richtigen Ort
führen. Normalerweise legt der eigene Internet-Provider den DNS fest, häufig ist der
aber überlastet und langsam.

Es besteht die Möglichkeit, zu einem alternativen und kostenlosen DNS-Anbieter wie
zum Beispiel Google oder Cloudflare zu wechseln. So können User schneller Webseiten
aufrufen und außerdem ihren Internet-Provider davon abhalten, Daten über die von Ihnen
besuchten Websites zu sammeln, um damit Geld zu verdienen.

Cloudflare und Google gelten als die schnellsten und zuverlässigsten Optionen, und
beide versprechen, keine identifizierbaren Informationen über Anwender zu speichern
oder deren Daten zu verkaufen. Den Wechsel vollziehen Anwender, indem sie eine Einstellung
in der Konfiguration Ihres Routers ändern oder die Einstellungen für jedes einzelne
Gerät anpassen. Lesen Sie hier bei den Kollegen von Computerbild, wie sie bei den Einstellungen ihres Routers oder
Endgeräts im Detail vorgehen können.

6. HTTPS ist Pflicht

Die meisten Websites verwenden heute das Internet-Kommunikationsprotokoll HTTPS, das
Nutzern eine sichere Umgebung verspricht. Unerklärlicherweise gibt es aber immer noch
einige älteren Seiten, die am HTTP-Protokoll festhalten und damit weniger sicher sind.

Google Chrome bietet eine Option, mit der alte HTTP-Websites automatisch auf HTTPS
upgegradet werden, wann immer es möglich ist. Und kann diese sichere Konfiguration
technisch nicht erreicht werden, wird der User vor dem Öffnen der betreffenden Seite
gewarnt. Um diese Option zu aktivieren, gehen Sie zurück in Ihre Chrome-Einstellungen,
klicken Sie auf “Sicherheit und Datenschutz” und dann auf “Sicherheit”. Am unteren
Bildschirmrand finden Sie nun die Option “Immer sichere Verbindungen verwenden”, die
Sie aktivieren können.

7. Aktualisieren Sie das integrierte Sicherheitssystem von Chrome

Mit dem integrierten Safe-Browsing-System bietet Chrome eine Warnung vor zwielichtigen
Websites. Ein paar Klicks reichen aus, um diese Option noch einmal zu optimieren und
den erweiterten Schutz zu aktivieren. Er ermöglicht eine proaktivere Einschätzung
möglicherweise gefährlicher Ereignisse und warnt, wenn Anwender ein Passwort eingeben,
das aufgrund eines Breaches nicht mehr sicher ist. In den Chrome-Einstellungen finden
Sie die Funktion unter “Sicherheit und Datenschutz”, “Sicherheit” und dann “Erweitertes
Safe Browsing”.

8. Bereinigen Sie Ihren Computer

Wenn Sie all diese Schritte ausprobiert haben und Ihr Chrome-Browser immer noch lahmt,
sollten Sie überprüfen, ob Ihr Computer ein Problem hat, das die Leistung von Chrome
beeinträchtigt. An einem Windows-Rechner können Sie dazu ein einfaches Google-Chrome-Tool
zum Aufspüren und Entfernen von Malware oder anderen Programmen nutzen, die den ordnungsgemäßen
Betrieb beeinträchtigen könnten.

Geben Sie erneut chrome:settings in Ihre Adressleiste ein, klicken Sie unten auf “Erweitert”
und dann auf “Zurücksetzen und bereinigen”. Mit “Computer bereinigen” und “Suchen”
starten Sie einen System-Scan. Sie werden durch einen Prozess geführt, in dem sie
gefundene Schadprogramme entfernen können.

9. Gönnen Sie sich einen Neuanfang

Zu guter Letzt können Sie Google Chrome jederzeit auf den Default-Zustand zurücksetzen.
Dabei werden alle Apps und Erweiterungen entfernt, alle Einstellungen auf die Standardwerte
zurückgesetzt und Sie können ganz von vorne beginnen. Das ist nicht für jeden ratsam,
aber wenn Ihr Browser wirklich Probleme hat und nichts anderes hilft, ist das der
letzte Schritt.

Gehen Sie dazu in den Einstellungen auf “Erweitert”, dann auf “Zurücksetzen und bereinigen”.
Suchen Sie nun nach der Option “Einstellungen auf ursprüngliche Standardwerte zurücksetzen”.
Bestätigen Sie nun mit “Einstellungen zurücksetzen” und warten ab, bis der Vorgang
abgeschlossen ist. Mit etwas Glück wird Ihr Bedürfnis nach Geschwindigkeit nun doch
noch befriedigt und Sie können sich sicher und ohne lange Wartezeiten im Internet
bewegen.

 Autor(en): JR RaphaelOft sind es ein paar einfache Einstellungen, mit denen sich der beliebte Browser Google
Chrome schneller und sicherer nutzen lässt. Wir haben neun Tipps für Sie!
Mit zunehmender Menge an Browser Extensions zwingen Anwender ihren Browser Google
Chrome in die Knie. Wir erklären, wie sich Performance und Sicherheit gewährleisten
lassen.
Foto: viewimage – shutterstock.com

Google Chrome war einst für seinen schlanken, durchdachten Aufbau und für hohe Surfgeschwindigkeiten
berühmt. Die Funktionalität war auf das Wesentliche konzentriert, das Surfen im Internet
erschien angenehm und sicher. Die Medien feierten den Browser als minimalistisch,
mit schnellen Ladezeiten und einer ansprechenden Benutzeroberfläche.
Mehr als zwölf Jahren nach dem Debüt ist der Ruf nicht mehr ganz so gut. Manche bezeichnen
Chrome schon als aufgebläht und dank der vielen Software von Drittanbietern, die sich
mit dem Browser verknüpfen lassen, auch als nicht mehr so sicher. Unbestritten ist
Chrome aber immer noch der De-facto-Standard für modernes Web-Browsing. Laut den jüngsten
Daten des Analyseanbieters Net Applications hält er satte 74 Prozent des weltweiten
Marktes.
Chrome hat ja auch immer noch Einiges zu bieten, nicht zuletzt die tiefe Integration
mit dem restlichen Google-Ökosystem, von der vor allem Nutzer der Office-Suite Google
Workspace profitieren.
Im Folgenden nennen wir Ihnen neun Maßnahmen, mit denen Sie Ihren Browser schneller
und sicherer machen können. Unsere Tipps beziehen sich, sofern nicht anders angegeben,
auf den Chrome-Desktop-Browser und funktionieren unabhängig vom darunterliegenden
Betriebssystem.

Bereinigen und prüfen Sie Ihre Browser-Erweiterungen

Verbessern Sie Ihre Tab-Verwaltungsfähigkeiten

Blockieren von Skripten nutzen

Preloading macht vieles schneller

Wechseln Sie zu einem besseren DNS-Provider

HTTPS ist Pflicht

Aktualisieren Sie das integrierte Sicherheitssystem von Chrome

Bereinigen Sie Ihren Computer

Gönnen Sie sich einen Neuanfang

1. Bereinigen und prüfen Sie Ihre Browser-Erweiterungen
Chrome ist mittlerweile im Grunde eine eigene Plattform, und die angebotenen Apps
und Erweiterungen können in vielerlei Hinsicht wahre Wunder bewirken. Aber jedes einzelne
Add-on benötigt eine bestimmte Menge an Rechenressourcen für den Betrieb. Je mehr
Extensions also installiert sind, desto eher kann Chrome sich verzetteln und träge
werden.
Deshalb sollten Sie sich regelmäßig die Liste der installierten Anwendungen und Erweiterungen
ansehen und alle nicht benötigten Elemente löschen. Geben Sie dazu “chrome:extensions”
in die Adressleiste Ihres Browsers ein und überprüfen Sie die angezeigten Erweiterungen.
Wenn Ihnen etwas fremd vorkommt oder Sie es nicht mehr benötigen, klicken Sie auf
den Button “Entfernen”. Je mehr Sie loswerden können, desto schneller wird Ihr Browser.
Unter den Erweiterungen, auf die Sie keinesfalls verzichten möchten, sollten Sie sich
genau ansehen, welche Art von Zugriff diese Apps auf Ihre Webbrowserdaten beanspruchen
– und ob diese Anwendungen wirklich all Ihre Aktivitäten mitbekommen müssen. Klicken
Sie auf den Button “Details” und suchen Sie die Zeile “Websitezugriff”. Sie wird nur
angezeigt, wenn das betreffende Progrämmchen auf Ihre Browser-Daten zugreift.
Dort finden Sie dann ein kleines Drop-down-Menü mit den Möglichkeiten “Bei Klick”,
“Auf bestimmten Websites” und “Auf allen Websites”. Ist die Einstellung “Auf allen
Websites” aktiviert, kann die Browser-Erweiterung die ganze Zeit über sehen, was in
Ihrem Browser gespeichert ist und dies sogar ändern – ohne Einschränkungen. Meistens
brauchen Anwender das nicht. Stellen Sie die Einstellung auf eine der beiden anderen
Optionen, je nachdem, welche Ihnen am sinnvollsten erscheint.
Wenn Sie “Auf bestimmten Websites” wählen, müssen Sie im Detail angeben, auf welche
Seiten die Erweiterung zugreifen darf. Handelt es sich um eine Extension, die beispielweise
das Gmail-User-Interface verändert, wird man diese Erweiterung beispielsweise wohl
nur dann nutzen wollen, wenn mail.google.com aufgerufen wird.

Im Browser Google Chrome sollte die Extensions-Einstellung “Auf allen Websites” nicht
aktiviert sein.

Manchmal funktionieren Erweiterungen nach einer solchen Änderung nicht mehr richtig,
dann kann man die Einstellung zurücknehmen. In jedem Fall lohnt es sich, einen Versuch
zu unternehmen. Im Übrigen sollten sie sich ohnehin überlegen, ob sie eine Extension,
die mit limitiertem Zugriff nur noch schlecht oder gar nicht mehr läuft, wirklich
verwenden wollen.
2. Verbessern Sie Ihre Tab-Verwaltungsfähigkeiten
Vielleicht gehören Sie auch zu den Anwendern, die sehr viele Tabs parallel geöffnet
haben. Diese Angewohnheit bremst Ihren Browser aus. Die offensichtliche Lösung besteht
darin, nur die Tabs offen zu lassen, die Sie wirklich brauchen. Wenn Sie aber unbedingt
mehr als eine Handvoll Tabs gleichzeitig geöffnet haben wollen, sollten Sie über eine
Extension nachdenken, die Ihre Tabs intelligent verwaltet und verhindert, dass Ihr
Browser langsamer wird.
Wir können ein Tool namens Workona empfehlen. Sie können damit benutzerdefinierte Arbeitsbereiche erstellen, um Ihre
Tabs zu organisieren und diejenigen zu deaktivieren, die nicht aktiv benötigt werden.
Zudem lassen sich Tabs sehr einfach finden und laden, wenn Sie gebraucht werden. Das
Tool bietet ein brauchbares System für die Tab-Organisation. Wer nur bis zu fünf Arbeitsbereiche
damit organisieren muss, kann es kostenlos nutzen.
3. Blockieren von Skripten nutzen
Sie kennen das: Webseiten, die viele Skripte etwa für Tracking, das Laden von Werbung
oder das Abspielen von Videos etc. nutzen, verlangsamen Webaufrufe signifikant. (Ja,
wir wissen, dass wir selbst nicht frei von Schuld sind – und streuen Asche auf unser
Haupt, Anm. d. Red.). Eine Browser-Erweiterung zum Blockieren von Skripten wie uBlock Origin verhindert deren Ausführung und sorgt dafür, dass das Surfen im Internet schneller
wird. Sie können in der Browser-Erweiterung auch manuell eine Whitelist erstellen,
um etwa zu verhindern, dass legitime Skripte, wie etwa das des von ihnen bevorzugten
Videoplayers, blockiert werden.
4. Preloading macht vieles schneller
Zu lange warten zu müssen, bis eine Website vollständig geladen ist, treibt manchen
Internet-User in den Wahnsinn. Chrome verfügt über eine Funktion, die Ihnen einigen
Ärger ersparen kann, indem der Browser Seiten, die der Nutzer wahrscheinlich öffnen
wird, selektiv vorlädt. Google analysiert jeden Link auf einer von Ihnen besuchten
Website und lädt Seiten, auf die Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit klicken werden.
Diese Funktion ist sowohl im Desktop-Browser als auch in der Chrome-App für Android
und iOS verfügbar. Gehen Sie auf chrome:settings, klicken Sie im Menü auf der linken
Seite des Bildschirms die Option “Sicherheit und Datenschutz” und dann auf “Cookies
und andere Websitedaten”. Dann “Seiten vorab laden, um das Surfen und die Suche zu
beschleunigen” aktivieren. Entsprechende Funktionen finden Sie auch in den Einstellungen
der Android- und iOS-Chrome-App.
Noch einen Schritt weiter können Sie mit der Extension FasterWeb gehen. Sobald ein Anwender die Maus mindestens 65 Millisekunden auf einem Link positioniert,
geht die Browser-Erweiterung von einer hohen Klick-Wahrscheinlichkeit aus und startet
schon Mal den Preloading-Vorgang. Die Seite wird also im Hintergrund geladen, während
Sie noch über Ihren Klick nachdenken.
5. Wechseln Sie zu einem besseren DNS-Provider
Jedes Mal, wenn ein Anwender eine URL eingibt, muss der Browser diese Webadresse auf
einem DNS-Server (DNS = Domain Name System) finden, die IP-Adresse identifizieren,
unter der sich die gesuchte Website befindet, und den User dann an den richtigen Ort
führen. Normalerweise legt der eigene Internet-Provider den DNS fest, häufig ist der
aber überlastet und langsam.
Es besteht die Möglichkeit, zu einem alternativen und kostenlosen DNS-Anbieter wie
zum Beispiel Google oder Cloudflare zu wechseln. So können User schneller Webseiten
aufrufen und außerdem ihren Internet-Provider davon abhalten, Daten über die von Ihnen
besuchten Websites zu sammeln, um damit Geld zu verdienen.
Cloudflare und Google gelten als die schnellsten und zuverlässigsten Optionen, und
beide versprechen, keine identifizierbaren Informationen über Anwender zu speichern
oder deren Daten zu verkaufen. Den Wechsel vollziehen Anwender, indem sie eine Einstellung
in der Konfiguration Ihres Routers ändern oder die Einstellungen für jedes einzelne
Gerät anpassen. Lesen Sie hier bei den Kollegen von Computerbild, wie sie bei den Einstellungen ihres Routers oder
Endgeräts im Detail vorgehen können.
6. HTTPS ist Pflicht
Die meisten Websites verwenden heute das Internet-Kommunikationsprotokoll HTTPS, das
Nutzern eine sichere Umgebung verspricht. Unerklärlicherweise gibt es aber immer noch
einige älteren Seiten, die am HTTP-Protokoll festhalten und damit weniger sicher sind.
Google Chrome bietet eine Option, mit der alte HTTP-Websites automatisch auf HTTPS
upgegradet werden, wann immer es möglich ist. Und kann diese sichere Konfiguration
technisch nicht erreicht werden, wird der User vor dem Öffnen der betreffenden Seite
gewarnt. Um diese Option zu aktivieren, gehen Sie zurück in Ihre Chrome-Einstellungen,
klicken Sie auf “Sicherheit und Datenschutz” und dann auf “Sicherheit”. Am unteren
Bildschirmrand finden Sie nun die Option “Immer sichere Verbindungen verwenden”, die
Sie aktivieren können.
7. Aktualisieren Sie das integrierte Sicherheitssystem von Chrome
Mit dem integrierten Safe-Browsing-System bietet Chrome eine Warnung vor zwielichtigen
Websites. Ein paar Klicks reichen aus, um diese Option noch einmal zu optimieren und
den erweiterten Schutz zu aktivieren. Er ermöglicht eine proaktivere Einschätzung
möglicherweise gefährlicher Ereignisse und warnt, wenn Anwender ein Passwort eingeben,
das aufgrund eines Breaches nicht mehr sicher ist. In den Chrome-Einstellungen finden
Sie die Funktion unter “Sicherheit und Datenschutz”, “Sicherheit” und dann “Erweitertes
Safe Browsing”.
8. Bereinigen Sie Ihren Computer
Wenn Sie all diese Schritte ausprobiert haben und Ihr Chrome-Browser immer noch lahmt,
sollten Sie überprüfen, ob Ihr Computer ein Problem hat, das die Leistung von Chrome
beeinträchtigt. An einem Windows-Rechner können Sie dazu ein einfaches Google-Chrome-Tool
zum Aufspüren und Entfernen von Malware oder anderen Programmen nutzen, die den ordnungsgemäßen
Betrieb beeinträchtigen könnten.
Geben Sie erneut chrome:settings in Ihre Adressleiste ein, klicken Sie unten auf “Erweitert”
und dann auf “Zurücksetzen und bereinigen”. Mit “Computer bereinigen” und “Suchen”
starten Sie einen System-Scan. Sie werden durch einen Prozess geführt, in dem sie
gefundene Schadprogramme entfernen können.
9. Gönnen Sie sich einen Neuanfang
Zu guter Letzt können Sie Google Chrome jederzeit auf den Default-Zustand zurücksetzen.
Dabei werden alle Apps und Erweiterungen entfernt, alle Einstellungen auf die Standardwerte
zurückgesetzt und Sie können ganz von vorne beginnen. Das ist nicht für jeden ratsam,
aber wenn Ihr Browser wirklich Probleme hat und nichts anderes hilft, ist das der
letzte Schritt.
Gehen Sie dazu in den Einstellungen auf “Erweitert”, dann auf “Zurücksetzen und bereinigen”.
Suchen Sie nun nach der Option “Einstellungen auf ursprüngliche Standardwerte zurücksetzen”.
Bestätigen Sie nun mit “Einstellungen zurücksetzen” und warten ab, bis der Vorgang
abgeschlossen ist. Mit etwas Glück wird Ihr Bedürfnis nach Geschwindigkeit nun doch
noch befriedigt und Sie können sich sicher und ohne lange Wartezeiten im Internet
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